Es rollt wieder… (II)

Nach der erfolgreichen wieder-Inbetriebnahme  des ersten Gleises im Zusammenhang mit dem Bau des Bahnhofs Westerfeld Nord wurde nun der Zugverkehr auch auf dem zweiten und dritten Gleis wieder aufgenommen.

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Bei dem zweiten Gleis war alles wenig spektakulär und verlief ohne große Zwischenfälle. Allerdings musste der 181 erst wieder das Laufen mit dem langen Schnellzug beigebracht werden, und so kam zunächst die 103 zum Einsatz, dann klappte es aber auch wieder mit der 181 (die Lok ist immerhin schon 30 Jahre alt).2015-11-113a

Hier auch ein Video von dem Zugverkehr auf dem ersten und zweiten Gleis: Der nachfolgende Gleisplan verdeutlicht den Verlauf der Gleise und die drei Stromkreise (ich fahre ja noch analog!). Nur die hellen Bereiche sind später sichtbar. Im Plan sind die künftigen Weichen im Bereich des eigentlichen Bahnhofs bereits berücksichtigt. Das gelbe Gleis 1 war zunächst nicht vorgesehen, dient aber nun der optischen Aufwertung des späteren Bahnhofs. Das Gleis soll später zumindest für kurze Zügen noch befahrbar gemacht werden, wofür ein vierter Stromkreis entstehen wird. Dies ist allerdings noch Zukunftsmusik, weil in Moment die anderen Sachen Vorrang haben. Der Schattenbahnhof des roten Ringes liegt unterhalb des grünen bzw. blauen Ringes und ist daher im Plan nicht dargestellt. Der Bahnhof hat später 5 Gleise, die Nummerierung der Gleise leitet sich vom Vorbild her ab und stimmt nicht mit der Nummerierung der Gleise nach den Stromkreisen überein.

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Wie man aus dem Plan bereits erahnen kann, war die wieder-Inbetriebnahme des dritten Gleises (rot im Plan) deutlich aufwendiger. Hier führt die Strecke ja nun über eine Steilstrecke in den Bahnhof und dann über ein Gefälle wieder hinunter. Dabei kreuzt sich das Gleis mit sich selbst. Auf Grund der Lage der Kernbohrungen in der Wand und dem Wunsch nach einem größtmöglichen sichtbaren Bereich ergab sich eine Vielzahl von Zwangspunkten, so dass nur der R3 von Roco Line verwendet werden konnte, was zeitweise echtes Kopfzerbrechen bereitete, weil der R3 für die langen Züge, die nicht nur aus Roco- sondern auch aus Limawagen bestehen, schon auf ebener Strecke das engst mögliche ist. Wenigstens an einigen Stellen konnten die Bogen durch ein R4-Stück geweitet und entschärft werden. Hinzu kam, dass es sich nicht vermeiden ließ, dass Teile der Kurven noch in der Steigung bzw. im Gefälle lagen. Ein Teil der Kurven entstand zudem nicht aus fertigen Schienenstücken sondern aus Flexgleisen. Am unteren Ende des Gefälles war dann allerdings deutlich mehr Platz, so dass hier sogar problemlos ein R5 verwendet werden konnte.2015-11-114a

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Für den unteren Teil des dritten Gleises erfolgte zunächst eine eigene Probefahrt, nachdem auch schon vor einigen Wochen eine unabhängige Testfahrt auf der Steilstrecke stattfand, über die hier bereits berichtet worden ist.

Vor der Inbetriebnahme musste aber erst noch die Kastenbrücke gebaut werden, besser gesagt aus zwei bestehenden kurzen Brücken zusammengebaut werden. Diese stammen noch von Westerfeld 1.0 und waren ein wenig ramponiert. Darüber hinaus ist dieses Modell von Vollmer zwar sehr schön, aber ein wenig zu kurz, so dass aus den beiden kurzen dann eine lange Brücke zusammengesetzt wurde:2015-11-119a

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Für den unteren Abschnitt konnte dann die erste Probefahrt erfolgen:2015-11-123a

Über die eigentliche Aufnahme des Zugverkehrs auf dem dritten Gleis ist aber nun dieses Video sehr viel aussagekräftiger; zunächst fanden „Hochtastfahrten“ mit kurzen Zügen statt, bis dann der erste lange Zug erfolgreich die Strecke absolvierte…

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