Wir bauen eine Burg…

Fast ein Jahr hat der Bau der Burg Greifenstein gedauert, besser gesagt der Ruine der Burg Greifenstein. Natürlich gab es immer wieder Unterbrechungen, und ganz fertig ist sie immer noch nicht, aber nun soll dem bisherigen Stand des Baus ein Artikel gewidmet werden.

Es war bereits im Juli 2015, noch vor der Erweiterung und dem Bau des Nordbahnhofs, als der Grundstein gelegt wurde. Bislang diente ein Stück Stadtmauer als Ersatz, das inzwischen am Nordbahnhof einen neuen Platz gefunden hat. Vor der Bau der eigentlichen Burg musste erst einmal der Untergrund vorbereitet werden. Zur Stadt hin sollte ein Burggraben verlaufen und das Gelände an dieser bislang noch unbearbeiteten Stelle angehoben werden.

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Abschließend wurden die Mauerreste entlang des Burggrabens aus Gips (ähnlich wie auch der Viaduktteil der Illmebrücke) gegossen und graviert:2015-07-288a

Nachdem der Untergrund fertig war, fiel das alles erst mal in einen Dornröschen-Schlaf, denn mit der recht überraschenden Möglichkeit, den Nordbahnhof bauen und die bestehende Anlage erweitern zu können, ergab sich im Spätsommer 2015 ein ganz neues Betätigungsfeld, das das erst einmal Vorrang hatte.

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Bei der Gestaltung der eigentlichen Burg und den Restes des Pallas wurde schon 2015 Dank Deutschlandpass der Bahn (ja ja, so etwas gab es mal) eine Studienreise nach Neckarsteinach unternommen. Im Neckartal gibt es ohnehin jede Menge interessante Burgen und Ruinen. Interessant waren an der Hinterburg in Neckarsteinach die großen ausgemauerten Gewölbe mit den darin tieferliegenden gotischen Spitzbogen-Fenstern (es musste für die Ruine in Westerfeld eine Innenwandansicht dargestellt werden):

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Eine weitere Interessante Anregung gab die Burg Schwalbennest mit ihrem trapezförmigen Grundriss:2015-07-099a

Erst im Herbst 2015 ging es dann an den Bau des Burgturms und der Schildmauer, auch diese entstanden aus Gipsplatten, die im Anschluss graviert wurden:2015-10-076a

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Der Turm besteht aus 4 Platten, die dann teilweise mit Gips zusammen gegossen und verspachtelt wurden, so dass der Turm ein einziger innen hohler Klotz wurde, allerdings auch sehr schwer.2015-10-081a

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Es folgten noch die Schildmauer und ein paar weitere Mauerreste. Ob das alles so realistisch ist, weiß ich nicht, aber man weiß ja auch nicht, was alles mal umgebaut und später in der Romantik noch dran gebaut wurde 😉2015-11-015a

Erste Stellprobe:2015-11-054a

Dann wurde alles schwarz grundiert und es vergingen wieder einmal Monate, ja ja, der Nordbahnhof…2015-11-059a

Erst im Frühsommer 2016 ging es dann weiter:2016-06-068a

Nun zum Pallas. Auch dieser wurde aus Gips gegossen. Um die Fensterlöcher grob auszusparen, wurden kleine Silikonklötze aus einer alten Gießform mit eingegossen, die später aus dem halbfeuchten Gips vorsichtig heraus gedrückt werden konnten:2016-07-050a

Es entstand ein Rohling, die Fensteröffnungen wurden mit einem Messer noch etwas präzisiert:2016-07-137a

Nach der Bemalung sind nun zumindest alle Grundteile fertig:2016-07-142a

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Allerdings wie alles im Modellbau ist die Burg natürlich auch noch nicht endgültig fertig, zur Erinnerung, die ganze Anlage entsteht vom Großen ins Kleine, denn erst einmal soll sicher gestellt werden, dass die Züge nicht durch eine Holzwüste fahren.2016-07-146a

Soweit der Bericht erst einmal vom Bau der Burg. Und was gab es sonst noch Neues in Westerfeld?

Ein wichtiger Neuzugang ist der Quick-Pick-Speisewagen von ACME, der ein typischer Wagen in den 80er Jahren in Schnell-, Fern-Express- aber auch IC-Zügen war und den bestehenden Fuhrpark deutlich bereichert:2016-07-040a

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Und dann machen zur Zeit Supermärkte in Westerfeld auf, zunächst Edeka (von Faller). Dieses Modell ist niedlich gemacht, aber leider viel zu klein von der Grundfläche her, so dass das Modell später optisch in ein größeres Gebäude noch integriert wird, das dann den Abschluss der Anlage am linken Rand des älteren Teils bilden wird.2016-07-161a

Dass das Gebäude noch schief steht liegt daran, dass der Untergrund noch nicht fertig ist, aber immerhin ist das Gebäude bereits beleuchtet.2016-07-168a

Und noch einmal zurück zum Quick Pick: Hier passiert der Fern-Express Schwarzwald in seiner Zusammenstellung Anfang der 90er Jahre die Ruine der Burg Greifenstein. Zur Info: Damals fuhr der Zug nonstop von Darmstadt bis Göttingen und bestand aus zwei Zugteilen, einem aus Seebrugg/Freiburg und einem aus Freudenstadt, die in Karlsruhe zusammen gehängt und dann gemeinsam mit einer 111 nach Darmstadt und von dort mit einer 103 weiter nach Hamburg fuhren. Auf diese Weise ergab sich diese ungewöhnliche Zusammenstellung mit dem Gepäckwagen in der Mitte. Der Zug im Foto hatte allerdings seinen letzten Wagen verloren, allerdings war auch diese Zusammenstellung so sogar auch vorbildgerecht, denn so fuhr der Zug im Frühjahr 1991 planmäßig. 2016-07-173a

Zur Erinnerung hier noch mal das Video „Warten auf die Dampflok“ aus dem letzten Beitrag, in dem dieser FD ja einer der Züge ist: 2016-07-147a

Und zum Schluss noch einmal ein Blick auf die Illmetalbrücke mit dem D 899:2016-07-154a

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